Digitaltechnische Grundlagen II im Sommersemester 2003 - Weltrekord-Zusatzübung


Bitte vormerken:
Digtech-Revival-Übungen ab dem Jahr 2020


Wichtige Infos:


Programm: (vorgeschlagene Reihenfolge, für Vorschläge bin ich offen)
Stand: 29. 7. 2003


Abend:

  • 23:30 - 01:00 - Endliche Automaten
  • 01:00 - 03:00 - Hardwarebeschreibungssprachen

Nacht:

  • 03:00 - 05:00 - Schaltnetz- und Schaltwerkentwurf, Flipflops
  • 05:00 - 07:00 - Übungsklausur B (gesamter Stoff)
  • 07:00 - 08:30 - Aussagenlogik, BDDs, JavaBDD

Vormittag:

  • 08:30 - 10:00 - FDDs, Minimierung, Hazards
  • 10:00 - 12:00 - Hardwarebeschreibungssprachen
  • 12:00 - 14:00 - Übungsklausur C (gesamter Stoff)

Nachmittag:

  • 14:00 - 15:30 - Endliche Automaten
  • 15:30 - 17:00 - Aussagenlogik, BDDs, JavaBDD
  • 17:00 - 19:00 - Schaltnetz- und Schaltwerkentwurf, Flipflops

Abend:

  • 19:00 - 21:00 - Hardwarebeschreibungssprachen
  • 21:00 - 23:00 - Übungsklausur B oder C (gesamter Stoff)
  • 23:00 - 00:30 - FDDs, Minimierung, Hazards



Als Abschluss der letzten 'U'bungsbetreuung die ich hier in Kaiserslautern mache, hab ich vor, einen Weltrekord aufzustellen: ich werde 25 Stunden am St'u'ck Zusatz'u'bungen halten!

Das ganze ist so gedacht, dass es Bl'o'cke von je zwei Stunden gibt, von denen jeder so viele besucht wie ihm lieb ist. Dabei sind jeweils drei zeitlich benachbarte Bl'o'cke gr'o'sstenteils ohne Redundanz, wenn jemand Bock auf sechs Stunden Klausurvorbereitung am St'u'ck hat, ist es ihm also freigestellt, ob er von 4 Uhr in der Nacht bis morgens um 10 da ist oder von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr am Nachmittag.

Update: Es ist genügend Stoff da, um während 25 Stunden keine Aufgabe zu wiederholen!

In der Planung ist auch, dass ich eine 'U'bungsklausur vorbereite (einige von euch kennen das ja schon), die an einigen Terminen geschrieben wird und die wir dann direkt anschliessend gemeinsam verbessern.

An einer Versorgung mit Essen und Trinken soll es auch nicht liegen. Ein Kaffee um 2 Uhr in der Nacht, ein Fr'u'hst'u'ck um 6 Uhr oder eine Pizza von Joey's zur Mittagszeit oder abends um 10 Uhr - alles ist machbar.

Um eine zu starke Ungleichverteilung zu verhindern, werde ich mir was einfallen lassen, um auch Leute in die n'a'chtlichen Termine, die erfahrungsgem'a'ss nicht so beliebt sind, zu kriegen.


Statistik über die Anwesenheit:

Das Datenmaterial stammt von Reiner Hüchting, der die ganzen 25 Stunden anwesend war und minutiös Buch geführt hat über die Zu- und Abgänge. Vielen Dank!

      Deutlich zu erkennen ist die Bereitschaft von Informatikstudenten, spät abends an die Uni zu kommen, und bis 3 Uhr in der Nacht an einer Lehrveranstaltung teil zu nehmen. Das widerlegt die weitläufige Vermutung, Unistudenten seien nicht an ihrem Fortkommen im Studium interessiert.
      Verwunderlich ist der starke Abfall der Hörerzahl nach 3 Uhr, und die Tatsache, dass das Tief erst um halb 7 morgens erreicht wurde. Daraus lässt sich schliessen, dass Informatiker eher lange wach bleiben als früh aufzustehen.
      Der grosse Einbruch gegen 13:00 lässt sich nur dadurch erklären, dass auch Informatiker ein Hungergefühl verspüren, und dies genau wie bei den Menschen zur Mittagszeit einsetzt.
      Die Klausur in Systemsoftware die am Nachmittag statt fand hatte keinen merklichen Einfluss auf die Hörerzahl. Offenbar haben sich die Leute richtig entschieden und auf die SySo-Klausur verzichtet zugunsten des Digtech-Weltrekordversuches.
      Im Laufe des Abends war die Hörerzahl nicht rückläufig, sondern stieg im Gegenteil sogar tendenziell an von 20:00 bis zum Ende um 00:30. Das lässt weitere Rückschlüsse auf den Tagesrhythmus eines Informatikers zu.


Der am Freitag, dem 8. 8. 2003 in der Rheinpfalz erschienene Artikel über die Weltrekordübung:



      Ein Versuch - am Weltrekord vorbei.
     
      Michel Waringo absolviert mit Informatikstudenten 25-Stunden-Übung an der Uni.
     
      Von unserem Mitarbeiter Rolf C. Schmiedel
     
      Die Begrüssung im Hörsaal 411 von Gebäude 32 der Universität fällt knapp aus. Etwa 35 Studierende finden ihren Platz in ziemlich aufgeräumter Stimmung. Man kennt sich. Eine Informatik-Übung soll stattfinden, nichts besonderes also. Bis auf die Uhrzeit und die Dauer. Denn von Dienstag, 23.30 Uhr, bis Donnerstag, 0.30 Uhr, absolvieren insgesamt 150 junge Menschen einen Rechen-Marathon. 25 Stunden lang nehmen sie an der Veranstaltung "Digitaltechnische Grundlagen II" teil und wollen damit in das Guinness Buch der Rekorde.
      "Informatiker sind etwas exzentrische Leute", sagt Michel Waringo etwas schelmisch. Der frisch gebackene Diplom-Informatiker hat sich die Aktion ausgedacht, die bei "seinen" Studenten sofort gut ankam. Entsprechend viele Anmeldungen gingen ein. Der 25-jährige Luxemburger ist im Fachbereich bekannt wie ein "bunter Hund", hatte er doch als Wissenschaftliche Hilfskraft (HiWi) etwa 30 Übungsgruppen geleitet, in denen die Themen aus den Vorlesungen und Seminaren vertieft werden. Ab September geht er an die Universität von Bayreuth, so wird das seine letzte Übung hier.
      "Das ist unsere Abendidylle" sagt Christoph Heidinger, der im vierten Semester Informatik studiert. Öfter hat er schon an Abendübungen teilgenommen, die freilich nur bis 22 Uhr gingen. Er hat sich Süssigkeiten und Nüsse mitgebracht, um möglichst lange durchzuhalten. Susanne Kämmer, die im 10. Semester Wirtschaftspädagogik studiert, will die Klausur mitschreiben, die im Anschluss an diesen Marathon statt findet. Sie erhofft sich, "ein paar neue Aspekte" zu vertiefen" und Lücken zu schliessen. Reiner Hüchting ist der einzige der 150, der mit Waringo die ganze Prozedur bis zum Ende durchmacht. "Der ist so was gewöhnt, der hat eh' einen komischen Tagesablauf", weiss Waringo von ihm.
      "PC aus!" schreibt der Jungakademiker an die Tafel, darunter "Block I Automatentheorie, A1: gegeben A: (Summenzeichen, det, S, I, R, F)", alle scheinen zu wissen, was gemeint ist. Durchnehmen will er unter anderem Endliche Automaten, Hardwarebeschreibungssprachen, FDD und Minimierung und Aussagenlogik. Dabei gehe es um alles, was mit Null und Eins zu tun hat, erläutert Waringo dem Nichtfachmann, und wieder lacht der Schalk aus seinen Augen.
      Dass es mit dem Eintrag ins Guinness Buch nichts wird, scheint niemanden zu bekümmern. "Vielleicht ist es wenigstens ein Europarekord", vermutet Waringo und zitiert ein Schreiben der Guinness-Buch-Verwaltung, wonach bereits eine Studentengruppe aus Übersee mit 54 Stunden den Rekord in dieser Kategorie hält.
      64 mal hat Waringo die Tafel gewischt, 25 Stunden durchgehalten, nur einmal fünf Minuten Pause gemacht, um Pizza zu essen. Rekord verdächtig!


Der am Samstag, dem 9. 8. 2003 in der Pirmasenser Zeitung erschienene Artikel über die Weltrekordübung:



      Lauterer Informatiker stellt Europarekord auf
     
      Eintrag ins Guinness Buch der Weltrekorde verfehlt
     
      Mit einer 25-stündigen Dauerübung von Dienstagabend, 23.30 Uhr bis Donnerstagmorgen, 0.30 Uhr, versucht ein junger Informatik-Wissenschaftler der Kaiserslauterer Universität einen Weltrekord aufzustellen und somit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde zu erhalten.
     
      Ein wenig abgekämpft sah Michel Waringo zur "Halbzeit" des Vorhabens schon aus: Die Augen sind ein wenig gerötet, ansonsten sei er aber noch fit, betont der 25-jährige, frisch gebackene Diplom-Informatiker während der kurzen Interviewpause. Er könne gut und gern noch doppelt so lange weitermachen, da er für mindestens fünfzig Stunden Stoff vorbereitet hätte.
      Auf die Frage, wie denn die Aussichten auf das Erreichen des Weltrekordes seien, hatte Waringo schlechte Neuigkeiten: Kurz nach seiner Anmeldung bei der Guinness Buch-Vereinigung, wurde ihm mitgeteilt, dass vor drei Monaten in Australien ein Weltrekord mit 54 Stunden Dauerübung aufgestellt wurde. Diesen könne er nicht einstellen, aber für den Europarekord reiche es auf alle Fälle, und es mache ihm trotzdem viel Spass, die Übung zu leiten. Es gab auch noch viel zu tun, denn die Studenten schrieben im Anschluss am nächsten Tag ihre Abschlussklausur zur Vorlesung.
      Von den insgesamt 29 von ihm betreuten Übungsgruppen wurden einige gern mal an Feiertagen oder auch an Sonntagen, bis in die frühen Morgenstunden abgehalten. Er habe eben schon immer zu aussergewöhnlichen Zeiten Übungen angeboten, erklärte der langjährige "Hiwi" (wissenschaftliche Hilfskraft). Für die angehenden Informatiker anscheinend kein Problem, denn ein gerade wieder zur Übung erscheinender Student, der bis halb vier ausgehalten hatte, dann aber doch "eine Mütze Schlaf" brauchte, kam gerne wieder, weil "Michel alles sehr gründlich und gewissenhaft" erklärt.
      Den Spass am Lehren habe er jedoch erst während seines Hauptstudiums gefunden, was mittlerweile so weit gediehen sei, dass er nach dem Diplom auch gleich eine Promotion anhänge, so der gebürtige Luxemburger.
      Dafür folgt Waringo dem Kaiserslauterer Informatikprofessor Dominik Henrich, der ab kommendem Semester den neuen Lehrstuhl für Informatik an der Universität Bayreuth innehaben und dort als sein "Doktorvater" fungieren wird. (flü)


Fotos zur Übung:

Ich hab eine dokumentierte Fotoserie mit 12 Fotos zusammengestellt.


Fragen oder Vorschläge, welcher Art auch immer?




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